Tschugmell

Pfarrer Fridolin Tschuggmell fotografierte Dorfgeschichte

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Fridolin Tschugmell (1896-1981) war ein eifriger und tiefgläubiger Priester, Heimatforscher und Genealoge und wirkte nach seinem Theologiestudium von 1925-1937 als Pfarrer in Mauren. Seine grosse Leidenschaft galt der Fotografie. Er dokumentierte das Dorfleben und seine Einwohner auf eindrückliche Weise.

Die Gemeinde Mauren ist im Besitz von rund 800 Bilddokumenten von Fridolin Tschugmell. Davon befinden sich 54 ausgewählte Fotografien im LAK Haus St. Peter und Paul. Diese wurden über Inititative der Seniorenkoordinationsstelle im Corona-Sommer 2020 sorgfältig überarbeitet und mit Hilfe verschiedener historischer Quellen dorfgeschichtlich erfasst und digital archiviert. Das dadurch entstandene Nachschlagewerk bietet fortan für alle Interessierten eine lebendige Auseinandersetzung mit Maurer und Schaanwälder Geschichten vergangener Tage.

Die Texte werden vom Maurer Schauspieler Leander Marxer im typischen Maurer Dialekt erzählt.


 
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Martin Frick „Fricka Marte“ (1868-1953) beim Buttern in der Sennerei

Aufnahme Ort
Alte Sennerei in Mauren im Kirchabot (früher Sennereistrasse oder Kirchenport)

Bildbeschrieb
Martin Frick (1868-1953), verheiratet mit Marianne Wohlwend (1877-1955) war der erste Senn in der Gemeinde. Er übte das Sennen über 50 Jahre lang aus. Sein Sohn Ferdinand (1914-2010) führte später die Arbeiten in der Sennerei fort, zusammen mit Gustav Schreiber. Dieser hatte in der Schweiz die Herstellung von Süsskäse gelernt.

Inhalt Audiodatei
Aus einer Erzählung von Maurer Senioren: Früher brachten die Bauern aus der Hub ihre Milch nach Mauren, da es nach Tosters zu weit war.  Die Sennerei im Kirchenbot wurde 1879 erbaut und ist 1903 durch einen Kelleranbau erweitert worden. Im Laufe der Jahre wurde die Sennerei mehrmals baulich verändert. 1976 wurde der Sennereibetrieb ganz eingestellt.   Im Jahr 1991 entfernte man die Sennerei Einrichtung und modernisierte die Sammelstelle. Beibehalten wurde der Verkaufsladen, welcher im Jahr 2011 aufgelöst wurde.


 
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Kinder beim Mittagessen

Inhalt Audiodatei
Aus einer Erzählung einer Seniorin: Zum Essen gab es alles das, was wir selbst hergestellt haben. Milch, Eier, Butter, Sauer Käse, Kartoffeln, Essig, Maisgerichte (Riebel), getrocknete Birnenschnitze, Kaiserschmarren. Es gab eigentlich immer dasselbe. Aber wir Kinder hatten nie Hunger oder Appetit auf Süsses. Im Herbst wurde ein Schwein geschlachtet. Eine Hälfte wurde verkauft, die andere geräuchert. Es gab auch kaum Reste. Die wenigen Essenreste wurden gesammelt und dann irgendwann den Tieren verfüttert.


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