Geschichte im Zeitraffer

4000 v. Chr.

4000 v. Chr.

Die fruchtbaren Anhöhen des Eschnerbergs sind bereits von Menschen besiedelt. Hingegen war der Maurer Kirchhügel damals vermutlich noch nicht dauerhaft bewohnt. Funde von bronzezeitlicher Keramik belegen aber, dass sich Menschen mindestens zeitweise seit zirka 1500 v. Chr. hier aufgehalten haben.


15 v. Chr.

15 v. Chr.

Das Gebiet des heutigen Fürstentums Liechtenstein kommt unter die Verwaltung der römischen Provinz Raetia. Bau einer Fernverkehrsstrasse zwischen Chur und Bregenz, die Schaanwald durchquert.


100

100

In Schaanwald wird ein römischer Gutshof errichtet.


200

200

Spätestens seit dieser Zeit führt von Schaanwald eine Nebenstrasse nach Mauren. Beginn der römischen Besiedlung des Kirchhügels Mauren. Hier ist ebenfalls ein römischer Gutshof nachgewiesen.


300

300

In Schaanwald entsteht ein römischer Gutshof mit einer Badeanlage. 2. oder 3. Jahrhundert n. Chr.


400

400

Die römischen Bauten auf dem Maurer Kirchhügel sind dem Verfall preisgegeben. Einfälle germanischer Stämme, im Jahr 451 Ende des Weströmischen Reiches.


500

500

Das heutige Liechtenstein gehört zum Bistum Chur. Erste christliche Gemeinden entstehen.


500

500

Beginn der alemannischen Einwanderung ins heutige Fürstentum Liechtenstein.


700

700

Frühestens am Ende des 7. Jahrhunderts entsteht die christliche Kirche in Mauren. Es handelt sich um eine kleine Saalkirche ohne Apsis.


800

800

Eine hufeisenförmige Apsis wird an die Maurer Saalkirche angebaut. Parallel zur Kirche werden östlich der Apsis die Toten beigesetzt.


900

900

Im Gebiet des heutigen Liechtenstein leben je zur Hälfte Alemannen und Rätoromanen. Um 800 stellten die Rätoromanen noch über 80 Prozent der Bevölkerung, was ein Hinweis auf die zunehmende Verdeutschung Liechtensteins ist.


1178

1178

Mauren wird das erste Mal als "Muron" urkundlich erwähnt. Die Ableitung des Namens von lateinisch "murus" bzw. althochdeutsch "muron" für "Mauer" ist nicht gesichert. Das Frauenkloster St. Sebastian in Schänis erwirbt Grundbesitz in Mauren.


1180

1180

Kaiser Friedrich I. siedelt die Herren von Schellenberg an, nach deren neu errichtetem Stammsitz das Dorf Schellenberg benannt wird.


1200

1200

Die alte Kirche weicht einem Neubau, der bis zum Ende des 15. Jahrhunderts Bestand hat. Die Kirche wird erstmals schriftlich erwähnt in einem Einkünfteverzeichnis des Hochstifts Chur aus den Jahren 1290 bis 1298. Mauren dürfte damals bereits eine eigenständige Pfarrei gewesen sein.


1305

1305

In einer Urkunde vom 24. September werden erstmals ein Pfarrer und ein Vizepfarrer von Mauren erwähnt. Der Pfarrer residierte vermutlich nicht in Mauren, wohl aber der Vizepfarrer.


1317

1317

Die Herren von Schellenberg verkaufen ihren Besitz an die Grafen von Werdenberg-Heiligenberg.


1318

1318

Ritter Heinrich von Schellenberg verkauft seine Besitz- und Patronatsrechte, die er an der Pfarrkirche von Mauren innehatte, an einen wohlhabenden Bürger der Stadt Feldkirch, an Rudolf, "den alten Ammann zu Feldkirch".


1342

1342

Auf Schloss Sargans wird am 3. Mai die Erbteilung zwischen den Brüdern Hartmann und Rudolf von Werdenberg vereinbart. Hartmann erhält Vaduz, das nun zu einer eigenen Grafschaft wird.


1382

1382

Das Kloster St. Johann in Feldkirch gelangt in den Besitz der Pfarrpfründe von Mauren. Die entsprechende Urkunde erwähnt auch einen Pfarrhof in Mauren.


1396

1396

König Wenzel erklärt am 22. Juli die Besitzungen des Grafen Heinrich von Werdenberg als unmittelbare Gebiete des Deutschen Reiches. Die Herrschaften Vaduz und Schellenberg werden folglich reichsunmittelbar.


1405

1405

Gemeinsam mit den anderen Eschnerbergern treten die Maurer dem Bund "Ob dem See" bei und sie zerstören im Appenzeller Krieg (1405-1408) die Obere Burg Schellenberg.


1416

1416

Bischof Hartmann von Chur verleiht dem Kloster St. Johann in Feldkirch das Recht, die Pfarrei Mauren von Feldkirch aus zu betreuen. Damit wird der Pfarrhof in Mauren überflüssig. Die Herrschaften Vaduz und Schellenberg gelangen in den Besitz der Freiherren von Brandis (bis 1507), nachdem die Vaduzer Linie der Grafen von Werdenberg ausgestorben sind. Alle in der Herrschaft Schellenberg sesshaften Untertanen sind Leibeigene der Freiherren von Brandis mit der Pflicht, jährlich die Fastnachtshenne abzuliefern. Die Fronpflicht der Maurer ist festgelegt mit einem Tageswerk pro Jahr, mit Jagd- und Fuhrdiensten bei Bedarf und der jährlichen Lieferung eines Fuders Mist für den herrschaftlichen Weinberg.


1425

1425

Schiedspruch im Konflikt zwischen Mauren, Eschen und Gamprin um die Nutzung des Riets und des Maurer Bergs. Bisher gemeinsam genutzter Boden wird zwischen den drei Konfliktparteien aufgeteilt.


1441

1441

Das Frauenkloster St. Peter in Bludenz erwirbt Besitz in Mauren. Das Kloster behält diesen Grundbesitz bis ins Jahr 1774.


1482

1482

Das Gericht der Herrschaft Schellenberg, das sonst meist auf Rofaberg in Eschen tagt, kommt in Mauren zusammen.


1483

1483

In Schaanwald hat es eine Mühle und ein Wirtshaus. Das an der Durchgangsstrasse gelegene Schaanwald ist der bessere Standort für ein Wirtshaus als Mauren.


1499

1499

Am 7. Februar 1499 beginnt der Schwabenkrieg im Rheintal, ausgelöst durch die Verhöhnung der Eidgenossen durch die habsburgische Besatzung auf Gutenberg.


1500

1500

Teilweiser Neubau der Maurer Pfarrkirche. Die romanische Apsis wird durch einen gotischen Altarraum ersetzt, im romanischen Kirchenschiff werden grössere gotische Fenster ausgebrochen.


1506

1506

Streit zwischen Mauren und Tisis um die Nutzung eines Gutshofes in Schaanwald.


1507

1507

Das schwäbische Grafengeschlecht von Sulz erwirbt durch Heirat das Brandiser Erbe: Vaduz und Schellenberg werden sulzisch (bis 1613).


1529

1529

Die Maurer beklagen sich beim Landesherrn, Graf Rudolf von Sulz, dass die Johanniter in Feldkirch ihren Pflichten in Mauren zum Messelesen, zum Spenden der Sakramente und ihren weiteren seelsorgerlichen Pflichten nicht nachkommen, "wodurch dann etliche Personen ohne die heiligen Sakramente bisher mit Tod abgegangen". - Offenbar war kein bestimmter Pfarrer für Mauren zuständig, sondern das Johanniterkloster in Feldkirch schickte jeweils einen Priester aus seinen Reihen. Graf Rudolf von Sulz befahl daraufhin dem Kloster, dafür zu sorgen, dass ein Pfarrer in Mauren wohnen könne.


1533

1533

Maurer Untertanen einigen sich mit den Nachbarschaften Eschen und Bendern über die Weide- und Heunutzung im "engen Mahd".


1584

1584

Maurer Bürger verfügen mit 16''040 Gulden über rund 23 Prozent des Steuervermögens der Herrschaft Schellenberg.


1594

1594

Ab diesem Jahr residiert wieder ein ständiger Pfarrer in Mauren. Mauren verfügt weiterhin über Weiderechte in Ruggell.


1610

1610

Das Ordenshaus der Johanniter in Feldkirch und damit auch die Maurer Pfarrpfründe gelangt durch Kauf an das Kloster Weingarten (Oberschwaben).


1613

1613

Graf Karl Ludwig von Sulz verkauft die Herrschaften Vaduz und Schellenberg um 200''000 Gulden an seinen späteren Schwiegersohn, Graf Kaspar von Hohenems. Die Hohenemser herrschen über Schellenberg formell bis 1699, über Vaduz bis 1712.


1618

1618

Beginn des Dreissigjährigen Kriegs.


1621

1621

Das Kloster Weingarten droht, seinem Lehensmann Georg Grav in Mauren das Lehen zu entziehen, weil dieser die Güter nicht instand halte und die Zinsen nicht zahle. Grav stellt einen Bürgen und kann in der Folge das Lehen behalten.


1637

1637

Juden siedeln sich in Eschen und in Mauren an. Diese jüdische Gemeinde, aus rund 100 Mitgliedern bestehend, existiert bis 1651. Als Standort der Synagoge wird ein Haus auf Popers vermutet, auf dem "Jodaböchel" soll sich ein jüdischer Friedhof befunden haben. In Hohenems, der Residenz der auch über Vaduz und Schellenberg herrschenden Grafen von Hohenems, gibt es seit 1617 eine jüdische Gemeinde (bis 1940).


1647

1647

Schwedische Truppen ziehen durch Vaduz und Schellenberg und erpressen eine Summe von 8000 Gulden. Die Landschaften Vaduz und Schellenberg sind gänzlich verarmt.


1648

1648

Von 1648 bis 1680 werden bei Hexenverfolgungen in Liechtenstein rund 300 Frauen und Männer verurteilt und hingerichtet. Das waren bei einer Bevökerung von 3000 bis 4000 Menschen beinahe 10 Prozent! Die Grafschaft Vaduz wurde das "Hexenland" genannt.


1650

1650

Auf den gemauerten Turm der Maurer Pfarrkirche werden eine hölzerne Glockenstube und ein achteckig gebrochener Spitzhelm aufgesetzt.


1651

1651

Aufgrund von Beschwerden der Untertanen verfügt die Landesherrschaft die Ausweisung der Juden aus Eschen und aus Mauren.


1666

1666

Dem Pfarrer in Mauren wird die Winterung zweier Kühe erlaubt. Er darf mit diesen Kühen auch an der Allmende teilhaben. Dies ist ein Hinweis darauf, dass der Pfarrer nicht von seinem Sold leben konnte, sondern auf einen landwirtschaftlichen Nebenerwerb angewiesen war.


1667

1667

Ein Vergleichsbrief schlichtet den Streit um Rebparzellen in Mauren. Dieses Dokument ist ein früher Hinweis auf Weinanbau in Mauren.


1677

1677

Bis zu diesem Zeitpunkt sind sechs Personen aus Mauren als Hexen verurteilt und hingerichtet worden.


1678

1678

Bis 1680 werden sieben Frauen und drei Männer aus Mauren als Hexen verurteilt und hingerichtet. Wegen Hexereiverdachts wird gegen vier weitere Personen aus Mauren ermittelt. Gemessen an der Bevölkerungszahl war Mauren die Gemeinde mit der höchsten Opferdichte.


1680

1680

Zwei Männer und eine Frau aus Mauren werden bei Hexenprozessen verurteilt und hingerichtet. Wegen Hexereiverdachts wird gegen vier weitere Personen aus Mauren ermittelt.


1684

1684

Graf Ferdinand Karl von Hohenems wird seines Dienstes enthoben. Die Regierung der Landschaften Vaduz und Schellenberg wird einer kaiserlichen Verwaltung übertragen, die unter dem Vorsitz des Kemptener Fürstabtes Rupert von Bodman steht.


1695

1695

Das Kloster Weingarten verkauft am 19. Mai mit päpstlicher Zustimmung die Pfarrkirche Mauren mit Kirchhof, Glockenturm, Glocken und Kirchenschatz sowie das dazugehörige Patronatsrecht an die Stadt Feldkirch.


1696

1696

Die Stadt Feldkirch verkauft die Maurer Pfarrkirche an das Benediktinerkloster Ottobeuren (Bayern). Hingegen bleibt das Recht der Pfarrerwahl bei der Stadt Feldkirch. Der Kaiser erlässt am 7. Juni ein Schreiben an den Kemptener Fürstabt Rupert von Bodman mit dem Auftrag, einen Käufer für die Herrschaft Schellenberg zu suchen.


1698

1698

Das Schellenberger Urbar verzeichnet ein gutes Dutzend Höfe in Mauren, die sich im Besitz der Landesherrschaft befinden.


1699

1699

Am 18. Januar folgt der Abschluss des Vertrags über den Kauf der Herrschaft Schellenberg durch Fürst Johann Adam Andreas von Liechtenstein für 115''000 Gulden. Am 16. März leisten die Unterländer auf dem Kirchhügel in Bendern den Huldigungseid.


1700

1700

Fürst Johann Adam Andreas kauft von Feldkircher Bürgern den Weinzierlhof und den Rennhof in Mauren.


1712

1712

Die Grafschaft Vaduz geht am 22. Februar für 290''000 Gulden in den Besitz des Fürsten Johann Adam Andreas von Liechtenstein über.


1714

1714

Am 11. November wird ein Vertrag zwischen der Stadt Feldkirch und dem Kloster Ottobeuren bzw. dem Priorat St. Johann in Feldkirch abgeschlossen, betreffend das Vorschlagsrecht für die Pfarrei Mauren. Das Kloster verzichtet auf das Vorschlagsrecht zugunsten der Stadt. Diese wiederum nimmt dem Kloster die Last der Bachregulierung in Feldkirch ab. - In der Folgezeit ernannte (bis 1918) der Feldkircher Stadtmagistrat die Pfarrer für Mauren.


1717

1717

Die Pfarreien Liechtensteins trennen sich vom Kapitel "Unter der Landquart" und schliessen sich wieder dem Dekanat Walgau an.


1718

1718

Am 5. September erfolgt die Gesamthuldigung der vereinten zwei Herrschaften Vaduz und Schellenberg auf Schloss Vaduz.


1719

1719

Kaiser Karl VI. erhebt am 23. Januar die Landschaften Vaduz und Schellenberg zum reichsunmittelbaren Fürstentum Liechtenstein.


1720

1720

Der Fürst hebt die alte Landammann-Verfassung auf.


1721

1721

Ing. Johann Jakob Heber aus Lindau fertigt die erste Spezialkarte des Fürstentums Liechtenstein an. Die Karte (88,6 x 50,6 cm) stellt das Gebiet Liechtensteins im Massstab von etwa 1:10''000 dar.


1723

1723

Urkundliche Erwähnung eines herrschaftlichen Torkels in Mauren.


1732

1732

Die Waldordnung sowie die Polizei- und Landordnung sind die ersten geschriebenen Gesetzestexte des noch jungen Fürstentums Liechtenstein.


1733

1733

Mit Erlass vom 25. September gibt der Fürst den liechtensteinischen Untertanen 1720 genommene Rechte teilweise zurück und erlaubt ihnen, wieder einen Landammann zu wählen und Richter vorzuschlagen. Das Gerichtswesen bleibt aber in fürstlicher Hand, die Landammänner erhalten nur beratende Funktion und können Bussen für kleinere Vergehen aussprechen.


1734

1734

Die herrschaftliche Alpe Sücka wird zwischen 1734 und 1764 sowie von 1783 bis ins 19. Jahrhundert an verschiedene Unterländer verpachtet. Die volksetymologische Deutung des Oberländer Spitznamens "Tschügger" für die Unterländer bezieht sich auf diese Tatsache.


1750

1750

Erlass einer Torkelordnung für das Fürstentum Liechtenstein.


1756

1756

Oberstleutnant Koleffel erstellt die nach ihm benannte Liechtenstein-Karte.


1771

1771

Hungersnot in Liechtenstein. Die Zahl der Toten übersteigt die Zahl der Neugeborenen.


1781

1781

Erste schriftliche Erwähnung einer Schule in Mauren.


1782

1782

Das an der Landstrasse gelegene Schaanwald wird Weggeldstation (bis 1848).


1784

1784

Volkszählung. In Mauren leben 435 Einwohner. In der aus demselben Jahr stammenden Landesbeschreibung heisst es: "Die Gemeinde hat das Glück, weder vom Rhein noch von Rüfen bedroht zu sein".


1785

1785

Das Wirtshaus der Familie Matt in Mauren liefert ein Umgeld (eine Art Umsatzsteuer auf Getränke) in Höhe von 36 Gulden und 24 Kreuzer ab. Damit handelt es sich bei dieser Gaststätte - im Vergleich zu anderen Wirtshäusern in Liechtenstein - um einen Betrieb mittlerer Grösse. Es existierte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bereits ein zweites Wirtshaus in Mauren. Weitere Gaststätten folgen im 19. Jahrhundert.


1787

1787

Mit dem Bau des heute bestehenden Pfarrhauses in Mauren wird begonnen. Die Kosten teilen sich das Benediktinerkloster Ottobeuren und der Fürst von Liechtenstein.


1789

1789

In Mauren leben 375 Personen. An Nutztieren werden gezählt: 72 Pferde und 223 Rinder.


1790

1790

Erste Feuerlöschordnung in Liechtenstein.


1791

1791

Landvogt Menzinger begegnet übermässigem Zechen in den Wirtshäusern mit einer neuen Polizeiordnung, welche sich auf die alte Polizeiordnung des Jahres 1732 abstützt.


1792

1792

Der Einzieher des Weggeldes in Schaanwald erhält die zusätzliche Aufgabe, diejenigen Warentransporte zu kontrollieren und taxieren, welche nicht durch das Hauptzollamt in Vaduz durchgegangen sind.


1793

1793

In Mauren wird am 1. Oktober Peter Kaiser, der spätere Verfasser der "Geschichte des Fürstenthums Liechtenstein", geboren. Einführung des Kartoffelanbaus in Liechtenstein.


1794

1794

Die bisher gemeinsam genutzten Wiesen oberhalb von Schaanwald werden ins Privateigentum überführt. Damit wird das bisherige genossenschaftliche Prinzip mit der gemeinsamen Allmendnutzung aufgegeben.


1795

1795

Pfarrer Alois Lutz richtet namens der Gemeinde Mauren ein Bittgesuch an den Fürsten Alois I. und an den Abt des Klosters Ottobeuren betreffend Neubau der Pfarrkirche in Mauren. Die bestehende Kirche sei zu klein und sehr baufällig. Damals sollen auch Leute aus Schellenberg, Eschen und der Hub die Kirche in Mauren besucht haben. Von der fürstlichen Hofkanzlei in Wien wird dieses Bittgesuch zwar nicht abgelehnt, aber auf friedlichere Zeiten verschoben. Wegen Kriegswirren, Patronatswechseln, politischer Unruhen, aber letztlich auch wegen Geldmangel wird ein Neubau immer wieder verschoben. In Mauren wird die erste Bäckerei eröffnet.


1798

1798

Für die 1794 ins Privateigentum aufgeteilten Wiesen oberhalb von Schaanwald wird nun auch das bisher geltende gemeinsame Weiderecht aufgehoben.


1799

1799

Kriegerisch einfallende Franzosen plünderten und beschädigten die Maurer Pfarrkirche. Es kommt auch zu Vergewaltigungen, in Eschen und Mauren werden je zwei Bauern erschossen. Die Schäden, welche Mauren zu erleiden hat, belaufen sich auf 26''039 Gulden. Die Franzosen belagern im März 1799 erfolglos die Stadt Feldkirch. Drei Tage wird auch im Maurer Riet gekämpft.


1800

1800

Eine Vorschrift, Maikäfer einzusammeln und zu töten, wird erlassen.


1801

1801

Typhusepidemie in Liechtenstein.


1802

1802

Nach der Aufhebung des Klosters Ottobeuren gelangt das Patronat der Pfarrei Mauren an Österreich, 1805 an Bayern und 1815 wieder an Österreich. Erste bezeugte Pockenschutzimpfung in Liechtenstein.


1804

1804

Verordnung über den "politischen Ehekonsens": Nur wer eine staatliche Bewilligung bekommt, darf heiraten. Die Obrigkeit will so verhindern, dass arme Leute sich unkontrolliert vermehren.


1805

1805

Einführung der allgemeinen Schulpflicht durch Erlass einer Schulordnung am 18. September.


1806

1806

Liechtenstein wird in den von Napoleon geschaffenen Rheinbund aufgenommen. Dadurch erlangt das Fürstentum seine Souveränität. Mit dem am 12. Juli geschaffenen Rheinbund wird das Heilige Römische Reich deutscher Nation definitiv aufgelöst. Beim Vererben dürfen Grundstücke nicht mehr aufgeteilt werden. Der weiteren Zerstückelung von Grundstücken wird damit ein Riegel vorgeschoben. Es wird auch verboten, neue Häuser zu bauen.


1807

1807

Steuerprivilegien der Kirche und der Grundherren werden abgeschafft. Alle unbeweglichen Vermögenswerte werden gleichmässig besteuert.


1808

1808

Ein hoher Beamter des Fürsten Johann I., Hofrat Georg Hauser, macht eine Bestandesaufnahme in Liechtenstein. Auf der Grundlage seines Berichts gibt der Fürst dem jungen Landvogt Josef Schuppler zu seinem Amtsantritt umfassende Instruktionen mit nach Liechtenstein, die sog. Dienstinstruktion. Die alte Landammann-Verfassung ist damit endgültig ausser Kraft gesetzt. Die Leibeigenschaft wird aufgehoben. An den Grenzen werden neue Zollämter geschaffen.


1809

1809

Die Obrigkeit beginnt, den von den Dorfbewohnern gemeinsam benutzten Boden (die Allmenden) zu privatisieren. Ein neues Grundbuch wird geschaffen, in welchem alle Grundstücke, deren Besitzer und allenfalls darauf lastende Hypotheken erfasst werden. Ein neu erlassenes Gesetz verbietet die Auswanderung.


1810

1810

Die Aufgaben der Gemeinden werden neu geregelt. Die vormals genossenschaftlich organisierten Dörfer werden neu zu politischen Gemeinden umgestaltet, so wie wir sie heute kennen. Zu den neuen politischen Aufgaben gehören z.B. die Steuerveranlagung und die Durchführung seuchenpolizeilicher Vorschriften. Im Freizügigkeitsgesetz wird bestimmt, dass jeder Liechtensteiner sich in jeder Gemeinde niederlassen kann, ohne Einkaufstaxe bezahlen zu müssen, und Anrecht hat auf den Gemeindenutzen.


1812

1812

In Mauren erhalten die 111 Haushalte Riet- und Waldland zur Bewirtschaftung zugeteilt. Die Gemeinden werden angehalten, Schulfonds zu schaffen, aus denen Lehrkräfte zu bezahlen sind. In einer Feuerlöschordnung wird die Anschaffung von Feuerlöschgeräten sowie die Anstellung von Nachtwächtern verordnet. Mauren zählt 550 Einwohner.


1814

1814

Die Gemeinde Mauren bezahlt dem Meisterschmied Ulrich Batliner in Eschen neun Gulden und 14 Kreuzer für Feuerhaken und Leitern, welche der 1812 erlassenen Feuerlöschordnung angeschafft werden mussten.


1815

1815

Landvogt Josef Schuppler bezeichnet in seiner Landesbeschreibung die Maurer Pfarrkirche als "ein altes baufälliges dem Einsturz nahes Gebäude". In Folge der europaweiten Kriege versinkt Liechtenstein in einer Schuldenwirtschaft, die Lebensmittelknappheit beginnt, sich zu einer Hungersnot auszuweiten. Bemühungen Liechtensteins, sich aus militärischen Verpflichtungen herauszuhalten, scheitern.


1816

1816

Besonders kaltes Jahr. Von April bis Oktober gibt es 173 Regentage. Es fällt auch im Sommer Schnee bis auf 1000 Meter. Es folgt ein sehr harter Winter. Österreich erlässt ein Ausfuhrverbot für Lebensmittel nach Liechtenstein.


1817

1817

Die Hungersnot zwingt fast 1000 Menschen, ihre Heimat zu verlassen. Brot aus Getreide gibt es keines mehr, als Ersatz für Getreide werden auch Tresterrückstände und gemahlene Türkenkolben verwendet.


1818

1818

Die Gemeinde Mauren bezahlt 14 Gulden für das gemeinsame Feuerspritzhaus auf Rofaberg. Fürst Johann I. erlässt eine landständische Verfassung, wodurch ein Ständelandtag, eine Vorform eines Parlaments, eingeführt wird.


1819

1819

Der Ortsrichter und der Feuergeschworene Peter Welty teilen die Maurer Bürger ein zu verschiedenen Arbeiten bei einem Brandfall.


1821

1821

Nach einer Inspektion der Maurer Kirche durch das Vaduzer Oberamt wird beschlossen, mit der Planung eines Neubaus zu beginnen.


1822

1822

Eschen und Mauren teilen sich die Holznutzung im Bauwald untereinander auf.


1827

1827

Der fürstliche Bauinspektor Laurenz Vogel legt seine Pläne für den Kirchenneubau in Mauren vor. Gemäss seinen Entwürfen gelangt das Bauvorhaben in den Jahren 1827 bis 1846 zur Ausführung.


1832 bis 1841

1832 bis 1841

Aus dem herrschaftlichen Rebberg in Mauren, dem Herawingert, werden jährlich 34''000 Liter Wein gewonnen. Davon sind im Schnitt 20''000 Liter Weisswein und 14''000 Liter Rotwein.


1834

1834

Die Gemeinde Mauren bezahlt 6 Gulden und 16 Kreuzer an Reparaturkosten für die Feuerspritze auf Rofaberg.


1835

1835

Hauptausfuhrgüter Liechtensteins nach Österreich sind Wein und Vieh, auf die Zölle zu entrichten sind. Die Gemeinden bringen ein Gesuch ein, dass "der Eingangszoll für Liechtensteiner Landweine nach Vorarlberg wenigstens erträglich herabgesetzt werden möchte". In Schaanwald wird das Wirtshaus "Zoll" eröffnet. Direkt neben dem Wirtshaus ist eine Zuschg eingerichtet, ein Lagerhaus für Warentransporte.


1836

1836

In Mauren hat es 754 Einwohner.


1836

1836

Eine Stipendien-Stiftung zur Unterstützung mittelloser Studenten wird gegründet. Für Maurer Gymnasiasten ist Feldkirch bevorzugter Studienort.


1837

1837

Nachdem die Gemeinde Mauren den vom Fürsten abgelehnten Sechstel der Baukosten selbst übernimmt, kann der Kirchenneubau in Mauren definitiv ins Auge gefasst werden.


1839

1839

Die Gemeinde Mauren richtet in Schaanwald eine Sägerei ein.


1840

1840

Laut einem Verzeichnis zählt Mauren 113 Hausbesitzer. Peter Kaiser, Postmeister Wolfinger aus Balzers und der Löwenwirt Rheinberger aus Vaduz reisen als Deputierte nach Wien, um dem Fürsten eine Petition zu überreichen. Gewünscht werden eine bessere Repräsentation des Volkes, Verminderung der Militärkontingentskosten sowie der Zoll- und Weggeldregale, eine Revision des Schulgesetzes, Pfarrbesetzung durch eigene Geistliche, die Beschränkung der Auswanderung und weitere Reformen.


1841

1841

Im Durchschnitt wohnen 7,2 Personen in einem Maurer Wohnhaus.


1842

1842

Anfangs März wird die alte Pfarrkirche von Mauren abgerissen. "Die Spuren des über Jahrhunderte gewachsenen und gepflegten Gotteshauses waren in wenigen Tagen verwischt" (Hansjörg Frommelt). Fürst Alois II. besucht als erster regierender Fürst Liechtenstein.


1843

1843

Die neue Pfarrkirche ist fertig gestellt. Baumeister war Jakob Oehri aus Tisis. Während der Bauzeit wurde der Gottesdienst in einem an das Pfarrhaus angebauten Schuppen gehalten. Durch das Auswanderungspatent wird die Auswanderung ermöglicht.


1844

1844

Einbau einer Orgel und provisorische Einsegnung der neuen Pfarrkirche in Mauren. Aufhebung des Hausbauverbots (um 1844).


1846

1846

Feierliche Einweihung der Pfarrkirche in Mauren am 6. September. Für den Neubau der Kirche hatte die Maurer Bevölkerung mehr als 50''000 Fronstunden geleistet. Europaweite Kartoffelfäulnis. Missernte und Rheineinbruch. Beginn der Auswanderungen nach Amerika als Folge fehlender Erwerbsmöglichkeiten. Bau des Eschekanals, der durch Eschner und Maurer Gemeindegebiet führt.


1847

1847

Peter Kaisers "Geschichte des Fürstenthums Liechtenstein" erscheint in Chur.


1848

1848

Im März beginnen Unruhen und Drohungen gegen das Oberamt in Vaduz, kurz darauf werden fürstliche Beamte vertrieben. Landvogt Menzinger hält einen Anschluss an die Schweiz für möglich, falls der Fürst nicht nachgebe. Der Fürst jedoch macht Zugeständnisse. Ein Verfassungsrat wird einberufen, Peter Kaiser vertritt Liechtenstein in der Deutschen Nationalversammlung in Frankfurt und entwirft eine Verfassung, gemäss der die höchste Gewalt als "beim Fürsten und Volke vereint" definiert wird.


1849

1849

Am 20. Mai wählen rund 1800 Wahlberechtigte durch Handmehr das erste demokratische Parlament in Liechtenstein, den 24-köpfigen Landrat. Das Militärkontingent rückt aus, um bei der Unterdrückung der Revolution in Baden mitzuhelfen.


1850

1850

Der Landrat schickt einen revidierten Verfassungsentwurf an den Fürsten. Der Landrat besteht zwar weiterhin, wird aber nicht mehr einberufen. Die Reformen geraten ins Stocken. Beginn der Rheintalentwässerung, die um 1864 abgeschlossen ist. Damit wird zusätzliche landwirtschaftliche Nutzfläche gewonnen.


1852

1852

Durch den Reaktionserlass vom 20. Juli wird die landständische Verfassung wieder in Kraft gesetzt. Demokratische Mitspracherechte bleiben damit der Bevölkerung noch weitgehend vorenthalten. Ein Zoll- und Steuervertrag mit Österreich wird abgeschlossen.


1854

1854

Um die Maurer Kirche wird eine Mauer errichtet, vermutlich in Zusammenhang mit einer Friedhofserweiterung.


1856

1856

Bei einem Grossbrand im Gänsenbach in Mauren werden im März sieben Häuser zerstört. In Maurer Ortsteil Popers brennen im Dezember zwei Häuser ab. Das eine Haus sei die ehemalige jüdische Synagoge gewesen. Beim Löschen fiel Pfarrer Neyer in den Brunnen.


1857

1857

Eine bei Josef Anton Grassmayr in Feldkirch neu gegossene Glocke wird für die Maurer Pfarrkirche angeschafft.


1858

1858

Mauren zählt 981 Einwohner.


1859

1859

Das neue Schulgesetz verlängert die Schulpflicht auf acht Jahre. Von Österreich werden die Währung und das Strafgesetzbuch übernommen.


1860

1860

Erweiterung des Geläuts der Maurer Pfarrkirche durch drei neue Glocken, gegossen bei der Firma Grassmayr in Feldkirch.


1862

1862

Fürst Johann II. unterzeichnet die neue Verfassung, die einen Landtag mit mehrheitlich gewählten Volksvertretern ermöglicht. Die Landtagsabgeordneten erhalten Kompetenzen in der Gesetzgebung und die Bewilligung der Finanzen.


1863

1863

Mauren beteiligt sich an einer Petition mehrerer Gemeinden, wonach ein Zollanschluss mit der Schweiz realisiert werden soll. Der Grund für diesen Vorstoss sei die Strenge der österreichischen Zollbeamten. Der Maler N. Kögler gestaltet ein Deckengemälde mit der Darstellung der Himmelfahrt Christi in der Maurer Pfarrkirche.


1864

1864

Mit Erlass des neuen Gemeindegesetzes erhalten die Bürger das Recht, einen Vorsteher, einen Kassier und einen Gemeinderat zu wählen. Die Gemeindeversammlung erhält das Recht, den Gemeinderat zu kontrollieren und über Sachfragen in Abstimmungen zu entscheiden. Die Gemeinden können von nun an ihr Vermögen frei verwalten. Die Regierung behält noch ein Aufsichtsrecht. In Mauren wird fortan (bis 1974) ein achtköpfiger enger und ein 16-köpfiger erweiterter Gemeinderat gewählt.


1865

1865

Erstmals werden die Gemeindegrenzen zwischen Mauren, Eschen und Schellenberg genau beschrieben. Das Feuerpolizeigesetz von 1812 wird durch ein neues ersetzt. Die Feuerversicherung für Gebäude wird obligatorisch und in jeder Gemeinde muss eine mit Schläuchen ausgestattete Feuerspritze vorhanden sein.


1866

1866

Uhrenmacher Anton Jäger aus Kappl im Tirol liefert für die Maurer Pfarrkirche eine Turmuhr mit vier Zifferblättern. Maurer Bürger werden namentlich in eine Löschmannschaftsliste eingetragen. Im Zuge des österreichisch-preussischen Kriegs wird der Deutsche Bund aufgehoben. Liechtenstein muss in der Folge keine Soldaten mehr stellen.


1867

1867

Mauren kauft die landschaftliche Feuerspritze von Vaduz für 315 Gulden.


1868

1868

Mauren baut ein eigenes Spritzenhaus. In der Binza brennt ein Doppelhaus nieder. 42 Personen aus Mauren arbeiten in der Feldkircher Industrie in den Betrieben Getzner und Ganahl. Das liechtensteinische Militärkontingent wird aufgelöst.


1870

1870

Für Mauren existiert ein Verzeichnis aller versicherten Gebäude in der Gemeinde.

Gründung "Musikverein Cäcilia", seit 1901 "Musikverein Konkordia Mauren".


1871

1871

Eröffnung der Arlbergbahn. Ausländische Weine konkurrenzieren den Wein aus Mauren. Es setzt, zusätzlich bedingt durch schlechte Ernten und Rebkrankheiten, der Niedergang des Weinanbaus in Mauren ein. Kaplan Martin Möhrle stiftet der Armenanstalt in Mauren den Betrag von 3000 Gulden.


1872

1872

In Mauren wird eine Kaplanei gestiftet. Als Wohnhaus für den Kaplan wird der ehemalige herrschaftliche Torkel bestimmt, der in den Jahren 1872 bis 1877 zu diesem Zweck umgebaut wird. Am 24. Oktober fährt der erste Eisenbahnzug durch Liechtenstein. Die Eisenbahnlinie, die von Buchs nach Feldkirch und damit auch über Maurer Gemeindegebiet führt, ist eröffnet.


1873

1873

In Mauren wird mit dem Bau eines Bürgerheims begonnen (Fertigstellung 1876).


1874

1874

Die Gemeinde Mauren kauft eine neue Feuerspritze von der Firma Grassmayr in Feldkirch für 800 Gulden.


1876

1876

Mauren bezahlt an Österreich eine Abfindung von 3''500 Gulden. Dafür verzichtet Österreich auf sämtliche bisherigen Verpflichtungen zum Unterhalt der Kirche in Mauren. Das Kirchturmdach der Maurer Pfarrkirche wird mit Zinkblechschindeln neu gedeckt. Das Bürgerheim der Gemeinde Mauren ist fertig gestellt. Dieses Heim für Gemeindearme verfügt über eine eigene Landwirtschaft. Die Pflege der Bewohner/innen wird von den Zamser Schwestern übernommen.


1877

1877

Mit Sr. Valentina Wille tritt die erste Schwester aus dem Zamser Vinzentinerinnen-Orden in Mauren ihren Dienst in der Armen- und Krankenpflege an. In den kommenden fast 80 Jahren waren zahlreiche Zamser Schwestern in Mauren tätig, Krankenpflegerinnen, Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen. Rund 600 Unterländer Männer marschieren am 13. Januar nach Vaduz, um vor dem Landtag gegen das neue Münzgesetz zu protestieren. Dieses sah den Ersatz der Silberwährung durch die Goldwährung und damit faktisch die Einführung des Schweizer Frankens vor. Sollte das Gesetz nicht fallen gelassen werden, so drohte das Unterland mit dem Anschluss an Österreich. Der Protest war erfolgreich.


1879

1879

86 Maurer Bürger gründen die erste Sennereigenossenschaft im Dorf.


1884

1884

Bau der Paula-Hütte am Maurer Berg (auf 1003 m. ü. M.)


1886

1886

Die Gebrüder Mayer aus Feldkirch fertigen eine neue Orgel für die Maurer Pfarrkirche an.


1887

1887

Agatha Matt, Mauren-Popers, stiftet 300 Gulden für einen Hochaltar in der Pfarrkirche.


1889

1889

Die Regierung fordert die Gemeinden zur Anstellung von Nachtwächtern an. Andreas Marock wird von der Gemeinde Mauren im Juni 1889 als erster Nachtwächter angestellt. Ihm obliegt auch die Föhn- und Feuerwache. Für die "Freiwillige Feuerwehr Mauren" werden am 27. August die ersten Statuten beschlossen. Aufstellung des neuen Hochaltars in der Maurer Pfarrkirche, geweiht den Kirchenpatronen Peter und Paul.


1890

1890

Mauren stellt mit einer Rebfläche von 9,5 ha noch die drittstärkste Weinbaugemeinde Liechtensteins (hinter Vaduz und Eschen) dar. Der Niedergang hat jedoch bereits eingesetzt.


1891

1891

Im Durchschnitt wohnen 6,3 Personen in einem Maurer Wohnhaus.


1892

1892

Rössle-Wirt Bartholomäus Batliner eröffnet in Mauren eine mit Dampfmaschine betriebene "Torfmullfabrik". Dieser Betrieb existierte bis 1905.


1895

1895

Den vom Hagelschlag schwer geschädigten Gemeinden Mauren, Eschen, Gamprin, Balzers und Triesen bewilligt der Landtag Hilfsbeiträge.


1897

1897

Die Theatergesellschaft Mauren lädt auf den 8. Januar zum christlichen Schauspiel "die heilige Philomena" in drei Akten ein. Aufführungsort ist Schaanwald. In Mauren wird eine zweite Sennerei gegründet. Mauren ist diejenige Gemeinde in Liechtenstein, welche mit Abstand am meisten Milch verarbeitet.


1898

1898

Mauren erhält eine öffentliche Telefonsprechstelle.


1898

1898

David Bühler eröffnet die erste Rechtagentur in Mauren, die auch ein Inkassobüro miteinschliesst.


1899

1899

Neubau der Volksschule in Mauren.


1900

1900

Schaanwald entwickelt sich vom Weiler zum Strassendorf. Es werden 27 Häuser gezählt.


1901

1901

Erste grosse Renovation der Maurer Pfarrkirche. Ein neuer Fussboden, neue Beichtstühle und neue Seitenaltäre werden geschaffen. Mauren zählt 1141 Einwohner, die im Dorf anwesende Bevölkerung beläuft sich aber nur auf 843 Personen.


1902

1902

Ausmalung der Maurer Pfarrkirche durch Florus Scheel aus Feldkirch. Maler Scheel restauriert auch das Deckengemälde von N. Kögler.


1904

1904

In Mauren wird ein Spiel- und Turnplatz eingerichtet.


1905

1905

Am 26. Februar erfolgt die Aufführung mehrerer Theaterstücke der Theatergesellschaft Mauren im Wirtshaus Kreuz in Eschen. Die Theatergesellschaft Mauren besteht aus Mitgliedern des Kirchenchors und der Musikgesellschaft Konkordia.


1906

1906

Mauren erhält elektrischen Strom von den Stadtwerken in Feldkirch. In Eschen beginnt der Unterricht in der neuen Sekundarschule, die von Schülerinnen und Schülern des gesamten Unterlands besucht wird.


1907

1907

Die Postablagestation in Mauren wird eröffnet.


1908

1908

Altarbauer Valentin aus Brixen (Südtirol) liefert eine neue Kanzel für die Maurer Pfarrkirche.


1910

1910

Bei der Hochwasserkatastrophe in Feldkirch - der Marktplatz steht zwei Meter unter Wasser - ist die Maurer Feuerwehr während 14 Tagen im Einsatz.


1911

1911

Auf Initiative von Kaplan Leonhard Hollweck wird in Mauren am 26. November der Katholische Jünglingsverein gegründet. Die letzten Weinrebstöcke werden in Mauren ausgerissen.


1912

1912

In Mauren wird ein Vereinshaus errichtet. Es handelt sich um ein Mehrzweckgebäude, in welchem auch der Kindergarten untergebracht ist. Erste Theateraufführungen des Katholischen Jünglingsvereins.


1913

1913

Die Gemeinde Mauren errichtet das Lehrerwohnhaus, welches 1970/1971 zum Gemeindehaus umgebaut wurde. Der Katholische Jünglingsverein Mauren führt im Januar und Februar im Festsaal des Vereinshauses das Theaterstück "Die beiden Brüder oder Venetianische Rache" auf. Infolge der Maul- und Klauchenseuche sinkt der wirtschaftlich wichtige Viehexport dramatisch.


1914

1914

Die Abteilung Mauren wird als Unterorganisation der Marianischen Jungfrauenkongregation Feldkirch gegründet. Am 28. Juli bricht der Erste Weltkrieg aus.


1915

1915

Der Katholische Jünglingsverein Mauren führt im November im Festsaal des Vereinshauses die Theaterstücke "Heimatlos" und "Ein unblutiges Duell" auf.


1917

1917

Der Katholische Jünglingsverein Mauren führt im Vereinshaus das "Andreas Hofer"-Spiel auf. Mit dem Fortdauern des Kriegs floriert der Schmuggell zwischen Österreich in Liechtenstein.


1918

1918

Die Stadt Feldkirch verzichtet auf ihr Präsentationsrecht bei der Pfarrerwahl in Mauren. Seit 1918 steht dieses Recht der Gemeinde Mauren zu. Josef Kaiser richtet in Schaanwald eine Spinnerei und Weberei ein. In Liechtenstein werden die (christlich-soziale) Volkspartei und die Fortschrittliche Bürgerpartei gegründet. Mauren ist bis heute eine Hochburg der Fortschrittlichen Bürgerpartei geblieben.


1919

1919

Nach Kriegsende erfolgt die Kündigung des Zollvertrags mit Österreich. In Bern wird die erste liechtensteinische Gesandtschaft eröffnet. Die Schweiz übernimmt die diplomatische Vertretung Liechtensteins im Ausland.


1921

1921

In einem gemeinsamen Fest begehen der Katholische Jünglingsverein Mauren, der Musikverein Konkordia und der Gesangsverein (Männerkirchenchor) am 8. Mai 1921 die Fahnenweihe. In Mauren wird der Friedhof vergrössert. Das Dorf zählt 917 Einwohner. Rudolf Matt von der Volkspartei wird Gemeindevorsteher in Mauren (bis 1924). Er ist bisher der einzige Vorsteher von Mauren geblieben (seit 1918), der nicht der Fortschrittlichen Bürgerpartei angehört. Der Landtag beschliesst mit Zustimmung des Fürsten eine neue Verfassung. Mit Inkrafttreten des Postvertrags wird Liechtenstein Teil des schweizerischen Postnetzes.


1923

1923

Der Turnverein Mauren wird gegründet. Der Zollvertrag mit der Schweiz tritt in Kraft. Schweizer Grenzwächter treten anfangs 1924 an der liechtensteinisch-österreichischen Grenze ihren Dienst an. Der Schweizer Franken wird als in Liechtenstein gültige Währung eingeführt.


1924

1924

Der Schaaner Rössle-Wirt Karl Kaufmann sucht bei der Regierung um eine Bewilligung für Filmaufführungen an. Diese Aufführungen finden statt im Rössle in Schaan, im Adler in Vaduz sowie im Freihof in Mauren.


1925

1925

Am 1. Juli wird das Postamt Mauren eröffnet. Ein in Liechtenstein neu eingeführtes Steuerrecht sowie das 1926 beschlossene Personen- und Gesellschaftsrecht begünstigen so genannte Finanzeinbürgerungen. Die Spinnerei von Josef Kaiser in Schaanwald stellte 1924 ihren Betrieb ein. Stattdessen beginnt Josef Kaiser 1925 mit dem Bau von Autotraktoren, Kleinbaggern und anderen Spezialfahrzeugen.


1926

1926

In Mauren wird ein Jahr- und Viehmarkt abgehalten. Dieser Markt findet dann ab 1927 in Eschen statt. Am 12. Dezember wird die neu elektrifizierte Bahnstrecke Feldkirch-Buchs in Betrieb gesetzt.


1927

1927

Am 25. September bricht der Rheindamm bei der Eisenbahnbrücke in Schaan. Die einströmenden Fluten überschwemmen den Talraum von Schaan bis Ruggell. Die Feuerwehr aus Mauren ist für einige Tage in Ruggell im Einsatz.


1928

1928

Auflösung des gemischten Kirchenchors Mauren und Übernahme des Kirchengesangs durch den Männerchor Mauren-Schaanwald.


1929

1929

Fürst Franz I. und Fürstin Elsa besuchen die Maurer Schulkinder und Kindergärtler. Vollendung des Geläuts durch zwei neue Glocken, gegossen durch die Firma Johann Grassmayr in Innsbruck. Die Firma Hörz in Ulm liefert eine neue elektrische Turmuhr.


1930

1930

Mauren zählt per 1. Dezember 1055 Einwohner.


1931

1931

Nachdem 1929 die Maurer Feuerwehr die neuen Statuten angenommen hat, werden die Mannschaften von der Gemeindevorstehung neu eingeteilt. Mit dem Bau des Binnenkanals in Liechtenstein wird begonnen. Er wird 1943 fertig gestellt.


1932

1932

In Mauren wird eine Wasserversorgungsanlage mit Hydranten in Betrieb genommen. Dies ermöglicht ein rasches Eingreifen bei einem Brandfall. Nun sind auch die Haushalte mit fliessendem Wasser versorgt.


1933

1933

Der Nachtwächterdienst wird von der Regierung aufgehoben.


1935

1935

Der Landtag beschliesst im Rahmen eines staatlichen Notstandsprogramms die Subventionierung der Drainagen (Rietentwässerungen).


1936

1936

Das von Pedro Calderon verfasste Schauspiel "Das Geheimnis der heiligen Messe" wird vom Jünglingsverein insgesamt 25-mal in Mauren aufgeführt.


1938

1938

Thronfolger Franz Josef stattet am 5. Mai der Gemeinde Mauren einen Besuch ab. Im Juli gründen Pfadfinderkommissär Marzel Sele und Roverkommissär Eugen Büchel die Pfadfinderabteilung Mauren. Ab 1940 organisierten die Maurer Rover, also die erwachsenen Pfadfinder, Theateraufführungen, in Abwechslung mit dem Jünglingsverein. Fürst Franz Josef II. nimmt als erster regierender Landesfürst Wohnsitz in Liechtenstein.


1939

1939

Die Einbürgerungstaxen machen 1939 total 65 Prozent der Maurer Jahreseinnahmen aus. Dieses Beispiel zeigt, wie stark die liechtensteinischen Gemeinden noch in den 1930er Jahren von den Einbürgerungen profitierten. Andreas Kieber aus Mauren, Liechtensteins letzter Soldat, stirbt am 19. April. Der Liechtensteinische Feuerwehrtag findet am 27. August in Mauren statt. Die Freiwillige Feuerwehr Mauren feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Am 1. September bricht der Zweite Weltkrieg aus. In Schaanwald wird die neu errichtete Theresienkirche am 5. November feierlich eingeweiht. In der Maurer Pfarrkirche wird ein elektrisches Orgelgebläse eingebaut.


1940

1940

In der Maurer Pfarrkirche wird eine elektrische Läutmaschine installiert.


1941

1941

In Mauren leben per 1. Dezember 1109 Menschen. 45 Prozent aller Berufstätigen sind in der Landwirtschaft tätig.


1942

1942

Die Marianische Jungfrauenkongregation Mauren-Schaanwald wird im Dezember als eigenständige Organisation errichtet. Mitglieder der Jungfrauenkongregation tragen fortan (bis 1963) an Fronleichnam die Marienstatue und schmückten ebenso den Altar beim Jugendhaus. Jungpriester Friedrich Kaiser aus Mauren feiert im Juli in der Heimatpfarrei seine Primiz.


1943

1943

Fürst Franz Josef II. und Fürstin Gina statten im März der Gemeinde Mauren einen Besuch ab. Evangelische Personen, die sich seit Abschluss des Zollvertrags mit der Schweiz 1924 in Mauren niederliessen, gründen den "Evangelischen Verein Eschen-Mauren". Im Schulhaus in Mauren werden evangelische Gottesdienste gehalten.


1943

1943

Das Durchlauchtigste Fürstenpaar hat am Sonntag, den 11. April, nachmittags 4.15, der hiesigen Gemeinde den angekündigten Besuch abgestattet. Dieser Besuch unseres Durchlauchtigsten Fürstenpaares wurde zu einem wahren Freudenfest ...


1944

1944

Im Café Freiendorf in Mauren wird im Februar ein Tonkino eröffnet.


1945

1945

Die Rietdrainage wird weitergeführt und es beginnt eine umfassende Baulanderschliessung in Mauren. Die russische Armee von General Holmston überquert in der Nacht vom 2. auf den 3. Mai bei Schellenberg mit weiteren Flüchtlingen die Grenze nach Liechtenstein. 29 Personen werden im Maurer Vereinshaus einquartiert. Am 8. Mai ist das offizielle Kriegsende in Europa.


1947

1947

Beginn einer umfassenden Renovation der Maurer Pfarrkirche. Neubau der Sakristei. Planung und Bauleitung hatte Architekt H. Burkhard aus St. Gallen. Der Feldkircher Künstler Martin Häusle gestaltet das Chorgemälde und die neuen Seitenaltäre. August Wanner aus St. Gallen malt 15 Kreuzwegstationen. Eine neue Orgel wird eingebaut. Am 29. September brennt das Geburtshaus von Peter Kaiser in Mauren ab. Die Firma Contina AG beginnt in Mauren mit der Herstellung von Filmkameras sowie von Curta-Rechenmaschinen.


1947

1947

Gründung der Contina in Mauren. Schon längere Zeit führte die Gemeinde Verhandlungen zwecks Erbauung einer Fabrik zur Herstellung von Rechenmaschinen. Anfangs Mai wurde im Britschen mit dem Fabrikneubau begonnen.


1948

1948

Die Pfadfinderabteilung Mauren erhält eine eigene Fahne. Leider stellt die Pfadfinderabteilung Mauren bald danach - von 1950 bis 1973 - ihre Aktivitäten ein.


1949

1949

Am 30. Oktober erfolgt in der Maurer Pfarrkirche nach Abschluss der Renovationsarbeiten die Altarweihe.


1950

1950

Das Schulhaus in Mauren wird neu gebaut. Mit dem Gemeindesaal entsteht in Mauren ein neues Zentrum für politische, gesellschaftliche und kulturelle Anlässe. Mauren zählt per 1. Dezember 1401 Einwohner. Die Bevölkerung verteilt sich auf 256 Wohnhäuser.


1951

1951

Der Liechtensteinische Feuerwehrtag findet am 5. August in Mauren statt.


1952

1952

Die Volksabstimmung über die Einführung der AHV verläuft in Liechtenstein positiv. Mauren lehnt die Einführung der AHV jedoch mit 68 Prozent Nein-Stimmen ab.


1954

1954

Gründung des Fussballclubs Mauren. Der Musikverein Konkordia erhält eine Vereinsfahne. Die Gemeinde Mauren hebt den Vertrag mit dem Kloster Zams (Tirol) auf. Die letzten Zamser Schwestern, die seit 1877 im Schul- und Krankendienst gewirkt haben, verlassen Mauren. Die Pflege der Bewohner/innen des Bürgerheims wird neu von den Anbeterinnen des Kostbaren Blutes aus Schaan übernommen.


1955

1955

Am 26. Juni wird das Peter Kaiser-Denkmal in Mauren enthüllt. Beim Radrennen um den Weiher in Mauren nimmt die lokale Feuerwehr den Ordnungsdienst war.


1956

1956

Die Maurer Pfarrkirche wird aussen renoviert. Jungpriester Fridolin Marxer aus Mauren feiert am 5. August in der Heimatpfarrei seine Primiz.


1957

1957

Der Männerkirchenchor Mauren erhält eine neue Vereinsfahne.


1958

1958

Fürst Franz Josef II. verleiht der Gemeinde Mauren ein Gemeindewappen.


1960

1960

In der Maurer Pfarrkirche wird eine elektrische Kirchenheizung eingebaut. Wiederbelebung des Weinanbaus in Mauren ab den frühen 1960er Jahren. Am 1. Dezember leben in Mauren 1536 Personen. Mauren schliesst sich zusammen mit anderen Unterländer Gemeinden zum Wasserwerk Liechtensteiner Unterland zusammen.


1961

1961

Pfarrer Paul Carnot gründet - in Nachfolge zum Jünglingsverein - die Jungmannschaft (später: Jugendgruppe) Mauren-Schaanwald. Die Jungmannschaft und die Jungfrauenkongregation lassen mit gemeinsamen Aufführungen die Maurer Theatertradition wieder hochleben. Der Liechtensteinische Feuerwehrtag findet am 11. Juni in Mauren statt.


1962

1962

Der Maurer Musikverein feiert das Neuuniformierungsfest. Beim Umzug führt die Feuerwehr den alten Spritzenwagen mit.


1963

1963

In Mauren sind 254 Personenwagen registriert. Dies entspricht einem Anteil von 0,15 Personenwagen pro Einwohner.


1963

1963

Die Fussballclubs von Eschen und Mauren fusionieren zur Unterländer Fussballvereinigung (USV).


1964

1964

Im Zuge der Einführung von Postleitzahlen in der Schweiz und in Liechtenstein erhält Mauren am 25. April die Postleitzahl 9493.


1967

1967

Am 10. Dezember geben die Maurer Stimmbürger mit 158 Ja- zu 137 Nein-Stimmen grünes Licht für den Neubau des Jugend- und Vereinshauses. Das alte Gebäude wird daraufhin im April 1968 abgerissen.


1969

1969

Es wird in Mauren erstmals ein Gemeindesekretär angestellt. Dieser übernimmt auch die Funktionen des vormaligen Gemeindeweibels. Seit 1969 veröffentlicht Mauren ein "Amtsblatt".


1970

1970

Das neue Maurer Vereinshaus wird am 4. Juli feierlich eröffnet. Das 1913 errichtete Lehrerwohnhaus wird umgebaut und für die Gemeindeverwaltung Mauren neu eingerichtet. Per 1. Dezember leben in Mauren 2055 Personen.


1971

1971

Neben der Maurer Pfarrkirche wird eine von Georg Malin gestaltete Totenkapelle errichtet.


1972

1972

Mauren und Eschen werden neu durch eine private Radio/TV-Gesellschaft mit einer Gemeinschaftsantenne versorgt. Das Gebiet "Wisanels" wird unter Naturschutz gestellt. Am 2. Dezember findet die Generalversammlung des Liechtensteinischen Sängerbundes im Alten Zoll in Schaanwald statt.


1973

1973

Neugründung der Pfadfinderabteilung Mauren.


1974

1974

Anstelle des bisherigen engen und erweiterten Gemeinderates wird neu ein einfacher, zehnköpfiger Gemeinderat geschaffen. Einweihung einer neuen Orgel in der Maurer Pfarrkirche. In Mauren wird die Müllabfuhr eingeführt. Das Gebiet "Birka" wird unter Naturschutz gestellt. Mauren tritt der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) in Buchs bei.


1975

1975

Der auf Eschner Gebiet stehende Sportpark Eschen-Mauren wird nach dreijähriger Bauzeit fertig gestellt. Am 15. Juni wird der historische Höhenweg am Eschnerberg eröffnet.


1975

1975

Den beiden Nachbarsgemeinden Eschen und Mauren erfüllt sich mit der Eröffnung des Sportparkes ein lange gehegter Wunsch ihrer Jugend und gleichzeitig eine ernste Verpflichtung.


1977

1977

Mauren schliesst sich der Kläranlage in Bendern an.


1979

1979

Das Bürgerheim in Mauren wird aufgelöst. Pflegebedürftige, kranke und alte Menschen finden ab 1980 im Betreuungszentrum St. Martin in Eschen eine Aufnahme. Die Gemeinde Mauren kauft den Landwirtschaftsbetrieb des aufgelösten Bürgerheims.


1980

1980

Per 1. Dezember zählt Mauren 2463 Einwohner.


1981

1981

Am 12. September wird die Autobrücke als Bahnüberführung in Schaanwald eröffnet. In Mauen wird eine Gemeindebibliothek eingerichtet.


1981

1981

Am 13. Juni feiert die Gemeinde Mauren ein recht bedeutendes Ereignis: Die neue Primarschule und der integrierte Gemeindesaal können eingeweiht und offiziell ihrer Bestimmung übergeben werden.


1982

1982

Erstmals tritt in Mauren eine Bauordnung mit einem Zonenplan in Kraft.


1983

1983

Die Fürstliche Familie besuchte die Gemeinde Mauren


1984

1984

Nach Umbau- und Erweiterungsbauten kann das Maurer Gemeindehaus feierlich eröffnet werden. Im dritten Anlauf stimmen die wahlberechtigten Männer Liechtensteins dem Frauenstimmrecht zu (2370 Ja zu 2251 Nein).


1985

1985

Einführung des Frauenstimmrechts auf Gemeindeebene in Mauren. Die Abstimmung vom 1. September lautet auf 196 Ja zu 187 Nein. Beginn einer umfassenden Renovation der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Das Architekturbüro Marxer & Gassner hatte das Konzept erarbeitet und die Bauleitung inne. Die künstlerische Leitung und Ausstattung oblag Georg Malin.


1986

1986

Abschluss von Drainage-Arbeiten im Maurer Riet.


1988

1988

Der Birkahof in Mauren als Wohn- und Arbeitsplatz für Behinderte wird am 29. April seiner Bestimmung übergeben. Beim Birkahof handelt sich um den einstigen Landwirtschaftsbetrieb des aufgelösten Bürgerheims. Das neue Postamt in Mauren wird am 17. Oktober bezogen.


1989

1989

Der Verein für betreutes Wohnen eröffnet in Mauren die therapeutische Wohngemeinschaft Guler.


1990

1990

Mauren hat per 21. Dezember 2919 Einwohner. Die Zahl der Wohngebäude beträgt 665.


1992

1992

Einsegnung des renovierten Pfarrhauses in Mauren. In Mauren wird die "Grünabfuhr" von kompostierbarem Abfall eingeführt.


1993

1993

Gemeinsam mit Eschen richtet Mauren einen TV-Gemeindekanal ein.


1993

1993

Mauren erlässt eine neue Gemeindebauordnung und Zoneneinteilung. Die ausgeschiedene Siedlungsfläche bietet auf 196 ha Raum für rund 7000 Einwohner.


1995

1995

Erstmals werden zwei Frauen in den Gemeinderat von Mauren gewählt.


1997

1997

Das Papst errichtet völlig überraschend am 2. Dezember das Erzbistum Vaduz und ernennt den bisherigen Churer Bischof Wolfgang Haas zum Erzbischof von Vaduz. Damit endet die 1500-jährige Zugehörigkeit Liechtensteins zum Bistum Chur.


1998

1998

Der wachsende Pendlerverkehr zwischen Vorarlberg und Liechtenstein mindert die Lebensqualität im Grenzort Schaanwald. Die projektierte Südumfahrung der Stadt Feldkirch (Projekt Letzetunnel), von der ein noch höheres Verkehrsaufkommen erwartet oder befürchtet wird, belastet das Verhältnis zwischen Mauren und Feldkirch.


1998

1998

Der Verein für Heilpädagogische Hilfe, der seit 1988 den Birkahof führt, betreibt seit 1998 in Mauren auch die beschützende Werkstätte "Protekta" als Arbeitsstätte für geistig Behinderte.


1999

1999

Mauren geht mit der Homepage www.mauren.li online. Die Freie Liste gewinnt ein Mandat im Gemeinderat. Damit sind erstmals in seiner Geschichte drei Parteien im Maurer Gemeinderat vertreten. Seit 1999 ist Mauren Sitz des Bildungsvereins "Senioren-Kolleg Liechtenstein". Infolge des Beitritts Liechtensteins zum EWR wird der Postvertrag mit der Schweiz aufgelöst. Telekommunikation und Postabfertigung werden nun von Liechtenstein eigenhändig abgewickelt.


2000

2000

"Mauren hebt ab ins dritte Jahrtausend" mit einer glanzvollen Silvesterparty in der Tennishalle. Jugendtreffpunkt "Papperlapapp" und Seniorentreffpunkt "Poststüble" werden eröffnet. Die ÖBB-Haltestelle in Schaanwald wird wiedereröffnet. 25 Jahre Sportpark Eschen-Mauren. Das traditionsreiche Gasthaus zum Hirschen wird wiedereröffnet.


2001

2001

Mauren tritt dem Gemeindenetzwerk "Allianz in den Alpen" bei. Die Abstimmung über die Bürgergenossenschaft Mauren führt zu einer Pattsituation. Pfarrer Markus Rieder nach 32-jährigem Wirken in der Pfarrei in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Das Pfadfinderheim "Auf Berg" wird feierlich eröffnet.


2002

2002

Der Gesangverein-Kirchenchor Schaanwald begeht sein 60-Jahr-Jubiläum. Die Ergebnisse einer gross angelegten Meinungsumfrage in der Bevölkerung, der sog. Image- und Bedürfnisanalyse, werden vorgestellt. Das 1. Wirtschaftsgespräch "Umpasa" wird abgehalten. Die Ergebnisse Projekt "Zuschg" werden präsentiert. Birgit Batliner-Heeb siegt in einem Weltcup-Riesenslalom. 


2003

2003


Freddy Kaiser wird Vorsteher, Doris Wohlwend erste Vizevorsteherin. Im Tisner Tobel gehen rund 2000 Kubikmeter Geröll, Schlamm und Holz nieder. Das erweiterte Jugend- und Vereinshaus am Weiherring wird wieder eröffnet. Der Ornithologische Verein Mauren feiert sein 40-jähriges Bestehen. Nicole Klingler holt auf Hawaii den Ironman-Weltmeistertitel in ihrer Altersklasse.


2004

2004

Die Schaawälder Funkazunft feiert ihr 30-jähriges Bestehen. Die neue, strassenbezogene Hausnummerierung wird eingeführt. Gerold Matt wird zum ersten Präsidenten der Bürgergenossenschaft gewählt.  Der grenzüberschreitende Radweg Mauren-Feldkirch wird eröffnet. Das neue Familienstammbuch Mauren wird präsentiert.


2005

2005

Vorstellung des Generationenprojekts "Älter werden in Mauren". Die Radio- und Fernsehprogramme können digital empfangen werden. Der umfassend erneuerte Sportpark Eschen-Mauren wird mit einem grossen Gemeindesportfest eröffnet. Ausstellung "Liechtensteiner Obstsorten". Internationales Langlaufrennen im Gebiet Bretscha. Präsentation des vierbändigen Familienstammbuches Mauren-Schaanwald. Goldenes Priesterjubiläum von Pfr. Markus Rieder.


2006

2006

Eröffnung des Mehrzweckgebäudes für Werkhof, Feuerwehr und Kulturgütersammlung. Ausstellung zu 100 Jahre Elektrizität in Mauren. Die Vorsteherkonferenz empfängt den Feldkircher Stadtrat im heutigen MuseumMura. Einweihung des neuen Pfadfinderheims "Auf Berg". Ausbau der Radwege von Schaanwald nach Nendeln und grenzüberschreitend von Mauren nach Feldkirch. Roland Matt aus Mauren ist Vize-Europameister im Motorkunstflug. Mauren wählt für den Jubiläumsumzug 200 Jahre Souveränität die Leitfigur Peter Kaiser.


2007

2007

10 Jahre "Allianz in den Alpen": 40 Gemeinden treffen sich in Schaanwald. Spatenstich für die neue Gemeindeverwaltung. Martin Kaiser aus Mauren gewinnt Gold und zweimal Silber an der Kickbox-WM. Armin Tanner aus Mauren wird Schweizermeister im Holzhauen. Rund 200 alte Obstbäume fallen dem Feuerbrand zum Opfer. Umfrage "Fahrradfreundliche Gemeinde". 3-tägige LAN-Party mit über 80 Jugendlichen im Gemeindesaal.


2008

2008

Mauren wird als erste Unterländer Gemeinde und mit einem Ergebnis von 54 % als Energiestadt zertifiziert: "Mauren – einfach lebenswert." Grundsteinlegung zum Zentrumsgebäude "Zuschg". Maurer Schüler überbringen an Landesfürstin Marie die besten Wünsche zum Namenstag. Erster Maurer Energietag und 5. Maurer Wirtschaftsgespräch "Unternehmer treffen Unternehmer". Sonderausstellung "Contina, Curta, Carena" zur Ehre von Curt Herzstark mit über 1'000 Besuchern. Schliessung des Hilti Werk 3 in Mauren.


2009

2009

Im Januar wird der Neubau der Gemeindeverwaltung bezogen. Im Juni findet ein Fest der Begegnung im Weiherring mit Erbprinz Alois und Erbprinzessin Sophie statt. Zur Vermeidung unnötiger Lichtemissionen werden Strassenleuchten von 0:30 bis 5:30 Uhr abgeschaltet. Die Esche wird teilweise renaturiert. Film "herzstark" über den Erfinder der Curta, Curt Herzstark. Revision der Bauordnung und des Zonenplans.


2010

2010

Im Schaanwald wird das Zentrumsgebäude "Zuschg" feierlich eröffnet. Der Gemeinderat gibt einen generellen Entwässerungsplan in Auftrag und genehmigt das Projekt "Älter werden in Mauren" für ein Pflegewohnheim im Gebiet "Lacha". Die Fernwärmeleitung IGZ Schaanwald wird erstellt. Das Bundessängerfest findet in Mauren statt. Mauren hat 4'000 Einwohner. Der Werkhof verzichtet auf die Verwendung von Herbiziden.


2011

2011

LieGames 2011 mit Volleyball-Wettbewerben in der Freizeitanlage Weiherring. Sanierung der Maurer Pfarrkirche St. Peter und Paul und des Innenraums der Theresienkirche in Schaanwald. Spatenstich zum grenzüberschreitenden, naturnah gestalteten Hochwasserschutzprojekt "Egelsee". Gründung des Fördervereins "Pro Rössle". Exkursion von "Allianz in den Alpen" in Mauren. MGV singt die "Missa Nova" von Marco Schädler. 25 Jahre Pferdeverein Mauren.


2012

2012

Die Kulturgütersammlung Mauren wird zum MuseumMura. Feier zu 25 Jahre Wohnheim Birkahof des Heilpädagogischen Zentrums. Erste Gemeindestrassen mit LED-Beleuchtung. 80 Jahre Baugeschäft Gebr. Bühler AG. Kauf der Liegenschaft Hilti Werk 3. Re-Zertifizierung Energiestadt mit 67 %. Amtliche Kundmachungen erfolgen auf der Homepage. Archäologische Ausgrabungen im Freiendorf. USV Eschen Mauren wird FL-Cup-Sieger.


2013

2013

Pfadfinder Mauren-Schaanwald feiern 75-Jahrjubiläum. Enthüllung einer Bronze-Büste von Fürst Franz Josef II. an der gleichnamigen Strasse. Einführung eines Mittagstisches an der PS Schaanwald. Der Egelsee wird mit einem grenzüberschreitenden Volksfest eröffnet. Der Gemeinderat tagt papierlos mit Tablet-PCs. Festveranstaltung 100 Jahre Fahrzeugbau Kaiser AG, Schaanwald.


2014

2014

150 Jahre Gemeinderat Mauren. 75-Jahr-Jubiläumsfeier Theresienkirche Schaanwald mit zahlreichen prominenten Gästen. Grosser Zuspruch für die Sonderausstellung im MuseumMura anlässlich der Schenkung der Sammlung von Julie Bühler über die Auswanderung nach den USA. Die Erschliessung Wohngebiet Tilihalde wird feierlich abgeschlossen. Der USV Eschen Mauren gewinnt die 1. Liga-Meisterschaft. Erste Gemeinde mit "Sonnenschein"- Photovoltaik-Anteilen für die Einwohnerschaft. 


2015

2015

Eröffnung der neuen Schulanlage Schaanwald und des Kulturhaus Rössle mit vielen begeisterten Gästen. Gemeindekanal in HD-Qualität. Hilti-Betriebsliegenschaft wird vollständig zurückgebaut und "Contina-Weg" eröffnet. "S Huntertölferbuach va Mura" – eine Kulturchronik in Dialektform. Eröffnung von Tagesstrukturen für Kindergarten und Primarschulen in den Räumen des Jugendhauses. Verpachtung des Landwirtschaftsbetriebs "Birkahof" an die Agra hpz Anstalt für 30 geschützte Arbeitsplätze.


2016

2016

Re-Zertifizierung als Energiestadt mit einer Quote von 68.2 %. Spatenstich LAK-Haus St. Peter und Paul, verbunden mit Ausgrabungen aus der Bronzezeit. Der Maurer Armin Tanner gewinnt an der Holzer-WM die Bronzemedaille. Renovation des Jugendhauses und Erschliessung der neuen Arbeitszone Böscha. Die Gemeindesäge wird betriebsfähig restauriert. 25 Jahre "Winzer am Eschnerberg" im Kulturhaus Rössle. 40. Weiherring-Radkriterium. Einführung der elektronischen Geschäftsverwaltung in der Gemeindeverwaltung. Ausstellung zum 90. Geburtstag des Maurer Künstlers und Historikers Dr. Georg Malin.


2017

2017

Kulturleitbild der Gemeinde Mauren-Schaanwald. Umfassende Erneuerung des 1971 errichteten Waldlernpfads im Schaanwald. Verleihung des Silbernen Ehrenzeichens der Republik Österreich für gelungene grenzüberschreitende Zusammenarbeit an Gemeindevorsteher Freddy Kaiser. Start zum Glasfasernetz-Ausbau ist erfolgt. Erste Gemeindeverwaltung mit öffentlicher Ladestation für E-Mobilität. Sanierung des Torkels im Werth.


2018

2018

Das LAK-Haus St. Peter und Paul wird feierlich eröffnet. Die Gemeinde Mauren wird in Bregenz für das Interreg-Projekt "natürlich, bunt & artenreich" gewürdigt. Der LIHGA-Auftritt "Natürlig Mura" mit 33 ortsansässigen Unternehmen mit eigener Messehalle ist ein grosser Erfolg. Neuverpachtung Gasthof Alter Zoll. Stimmungsvoller 10. Weihnachtsmarkt. Viele Besucher und 22 Aussteller bei "Mauren attraktiv".


2019

2019

Feierlichkeiten zum 300-Jahr-Jubiläum. Der "Liechtenstein-Weg" führt zu besonderen Plätzen in allen elf Gemeinden. Gründung des Zweckverbands "Abfallentsorgung der Gemeinden Liechtensteins". Das 35. Theaterjubiläum der Freiwilligen Feuerwehr mit "Mura hebt ab" und einer zweistöckigen Flugzeug-Passagierraum-Kulisse.


2020

2020

Die Corona-Pandemie lässt das öffentliche Leben fast stillstehen: Der renovierte Gemeindesaal Mauren wird via Filmbeitrag eröffnet, das Jubiläumsfest "150 Jahre Musikverein Konkordia" wird abgesagt, das Fürstenfest in kleinem, privaten Rahmen gefeiert. Die Gemeinde zahlt CHF 1.36 Mio. in einen landesweiten Härtefallfonds zur Milderung der wirtschaftlichen Folgen der Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie (bspw. sind die Restaurants über Monate behördlich geschlossen). Spatenstich zum Neubau zentraler Kindergarten und Turnhalle Mauren. Das Restaurant Hirschen erhält einen neuen Pächter.