Orts- und Flurnamen

Ortsnamen von Mauren

Weile(Mauren) 475 m;, 758,87 - 231,31, 5-G

Beschreibung

Wiesen, Häuser und Strasse am südwestlichen Dorfrand, neben dem Jodaböchel.

Historische Belege

1736 Weierle (AS 2/7; fol. 100v, Z 13): "... Acker am dirr Gahrten aúf ~ stost ... gegen Berg an die Gaß únd an den Scheili Weingahrten ..."

1736 Weile (AS 2/22; fol. I 20v, 4. Sp. Z 5): "1 Acker am Thiergarten aúfm ~ ... Bergwärts [an die] Gaß und [den] Scheileweingarten."

1739 Weille Felldt (AS 2/7; fol. 245v, Z 4): "... Ihren aigen ackher im ~ ..."

1763 We̮yle (AS 2/8; fol. 211v, Z 17): "... ein Stúckh ackher im únteren ~ ..."

1766 We̮yle Ackher (AS 2/9; fol. 18v, Z 18): "... den ~ ..."

1776 Weyle (AS 2/21; fol. I 15v, 4. Sp. Z 26): "1 Acker aúf dem ~."

1777 We̮yl̮y (AS 2/14; F 85r, Z 13): "Ein Stúck detto (Acker) aúf dem ~ genannt ..."

1782 Weilli (AS 2/21; fol. I 109v, 4. Sp. Z 2): "1 Stuck Aker im ~ genant [stosst] Aufwärts [an das] Herrschaftgút ... Bergwärts [an den] Weingarten."

1782 Weilli (AS 2/13; F 23ar, Z 7): "... Acker im ~ genannt, stoßt gegen Berg an Weingarten Sandbüchel genannt."

1795 We̮yle (RA 7/4/29; S. 23, Z 9): "Der zweÿte Poppesserhof ... bestehet ... 7mo: Aús einem Stück Acker únd Magerheügút aúf dem ~ oder Júdenbüchel genannt ..."

1807 Weille (AS 2/22; fol. II 131v, 4. Sp. Z 1-2): "... Gúth aúf dem ~ bei dem Júdenbühel."

Bisherige Nennung

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Volkstümliches

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Deutung

a) Wohl 'kleiner Weiher'. Der erste historische Beleg 1736 Weierle scheint darauf hinzudeuten. Damit wäre das in der Folge konstante Weile als Kontraktionsform aus Weierle zu werten (Weierle > *Weirle > Wei'le mit Schwund des -r- im Kontakt mit dem Liquid -l-).

b) Eine Verbindung mit dem Vogelnamen mda. Weih( e) m./f. 'Weihe' für 'Ort, an dem sich Weihen aufhalten' scheint wegen des Diminutivs (auf -le) kaum annehmbar. Siehe aber immerhin das ganz in der Nähe gelegene †Weiacker (offenbar 'Acker, in dem sich Weihen aufhalten').