Orts- und Flurnamen

Ortsnamen von Mauren

Tscheggawes(Mauren) 455 m;, 758,55 - 231,10, 5-G

Beschreibung

Wiese südwestlich des Dorfes, zwischen Jodaböchel und Fallsgass, über die Gemeindegrenze nach Eschen reichend.

Historische Belege

1. H. 15. Jh. Scheggen wis (LUB I/2; S. 348): "... vnd gaut daz gelt ab Radunnen, gelegen an ~"

1. H. 15. Jh. Scheggen wis (LUB I/2; S. 370): "... zwo juchart akers ligent vff der Hb, stosset ... an ~ ..."

2. H. 16. Jh. Scheggen wyß (LUB I/2; S. 346): "... ab dem Britttschen an ~, stost vnna an die Fetzer, nebenzu an Kybar zu der drittenn an die vsgangnen straß, zu der vierden an Hanssenn Orj vnd an Erhart Schechli."

1555 (1513) scheggen wiß (Pfäf 22/1; fol. 2r, Z 17): "... ein pritschen in ~ gelegen ..."

1579 scheggenwiß (Pfäf 22/5; fol. 3r, Z 5): "ain pritschen an ~ gelegen ..."

1693 Tscheegen Wis (AS 2/1; fol. 119r, Z 7): "... Vnsser aigen stúkh Gúett in der Húeb Büntt in Eschner kürch spill gelegen, stost ... Gegen dem Rhein an ~, ..."

1698* Scheggen wiss (LUB I/4; S. 480): "Ein Egartli an ~, Stost an den schlaipfweeg"

~1700 Schägge wyß (Pfäf 22/16; 2. St., fol. 1v, Z 2): "Ein stuck in ~ ..."

~1700 scheckhen wiß (Pfäf 22/16; 1. St., fol. 1r, Z 16): "ein stuckh brütschen in ~."

1721 Schneckhen Wiess (AS 2/4; fol. 166r, Z 15): "Ein stückhle britschen in ~"

1725 Scheckawieß (AS 2/5; fol. 120v, Z 18): "... ein Stückl britschen in ~ ..."

1729 Scherckhenwiß (AS 2/6; fol. 71r, Z 12): "... ain Stückhle britscha in der ~ ..."

1732 Scheckhen Wiß (AS 2/7; fol. 15v, Z 14): "... ein Stückhlein britschen in der ~, ..."

1733 Tscheggen Wiß (PfAE KaR 1650; fol. 4r, Z 10): "... ein Stuckh gutt auf der oberen Huob genannt, stosst ... gegen Veldkirch an die ~ britschen ..."

1743 schethen wis (RA 58; fol. 1b): "... 2 stükhle in den ~"

1772 schäckhen wis (Pfäf 22/20; fol. 1v, Z 19): "Ein stuckh brütschen in ~ ..."

1773 Schick Wieß (AS 2/9; fol. 137r, Z 7): "... ein Stúck acker únd heügúth an der Húeb zú Eschen, stosst ... gegen Veldkirch an die ~, ..."

1794 Tschegenwies Pritschen (GAE UB 231; S. 241, Z 16): "... Mayatzngen, so der Eschner Gemeinde gehören: ... der ~ ..."

Bisherige Nennung

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Volkstümliches

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Deutung

Zum zahlreich und sehr früh bezeugten Familiennamen Schegg. Also 'Wiese einer Person oder Familie namens Schegg' (vermutlich auf die Sippschaft bezogen, ursprünglich wohl im Genitiv Plural *an der Scheggen Wis). Die anlautende Affrikate Tsch- wird aus der Agglutination des Artikels entstanden sein: /t ̜ś‰Å½w̓“s/ > /t̜ś‰Å½w̓“s/.