Orts- und Flurnamen

Ortsnamen von Mauren

Steinbös(Mauren) 470 m;, 759,00 - 231,82, 5/6-G

Beschreibung

Abfallende Wiesen mit Häusern im oberen Dorfteil, nordöstlich des Wegacker, westlich von Gaggalätsch und Neusträssle.

Historische Belege

1363* Staingepüchs (LUB I/3; S. 294): "Item der ackher ze dem ~ den hanns peter pawett"

1363* Stainibüchs (LUB I/3; S. 313): "Item der acker ze der ~"

1. H. 15. Jh. Stanib̜oss (LUB I/2; S. 342): "ex agro vnder den ~, stosset an des Scharpen p`untelin."

1584 Stonbech (U 56; fol. 32a): "Anndreas Wagner, Ab ~"

2. H. 17. Jh. (1686) Steinböß (PfABe LB 1682; S. III 27, Z 22): "Christa Gstöll von Eschen ... Jst A(nno) 1686 ... beÿ rechnung schuldig worden ... ab dem ~ 1/2 Viertel Waÿtzen ..."

1651 Stainböß (AS 1/1; fol. 33r, Z 1): "Jn den ~"

nach 1665 Steinboß (PfAM UJ 1665; fol. 28r, Z 7): "... Johannes Math aúf dem ~ ..."

1670 Steinbeis (AS 2/2; fol. 53r, Z 28): "... Ein weingarten in ~ gelegen ..."

1677 Stainböst (AS 2/2; fol. 67r, Z 8): "... ain stúckh gúet in ~, stost ... gegen dem Maúrerberg an die gassen ..."

1693 Stan Biß (AS 2/1; fol. 128v, Z 15): "... ein stúkh gúeth im ~ gelegen ..."

1698* Stainboss (LUB I/4; S. 485): "ain Stúckh gúet genant der Krúmackher, jeczt auff ~ genant"

1698* Stainbess (LUB I/4; S. 522): "Haúss hoffstatt, Weingartten, vnnd ganzer einfang, genant ~, stost zúe zweÿen seithen an die Gassen"

1698* Steinbess (LUB I/4; S. 527): "Ein Stückhli im ~ einhalb ans Tobel, vnderhalb an die Strass"

1698* Steinboss (LUB I/4; S. 552): "Thebús Galli zünst ... ab seiner Pündt zúm freÿen dorff oder ~ genant, in Maúrer Kirchspel so gegen dem Rhein an die Landtstrass"

1700* Steinböss (LUB I/4; S. 522): "Häuss, Hofstatt, Weingarthen, vnndt Einem gantzen Einfang, genant ~"

1700* Steinböss (LUB I/4; S. 551): ".. aúf ihrem ~ ackher in Gidinger Feld, gegen der Satt an ... Erben, gegen berg an ..."

1713 Stain Böes (PfAE TESFB 1650; fol. I 56v, 7/15): "Parentes ... [et] Barbara Spaltin in ~"

1720 Stein-Bäß (AS 2/4; fol. 112r, Z 12): "Einen ackher aúff Güedigen stost am ~ ..."

1722 Steinböoß (AS 2/5; fol. 1r, Z 16): "Ein stúckh püntt in der ~ ..."

1737 Stein B̀ux (AS 2/7; fol. 113r, Z 7): "... Ein Weingahrtbeth aúf der ~ genanth, stost ... gegen reihn an dz Gäßle ..."

1752 Steinbös (PfAE RB 1637; fol. 154v, Z 5): "... vnd Jetzigen Neüen kirchen Vogt Jacob Math auf dem ~"

1772 Steinbösß (PfAE SR 1755; S. 4, Z 31-32): "... Jacob Matt ab ~ ..."

1783 Steinbös (AS 2/21; fol. I 55v, 4. Sp. Z 15): "1 Heúgút im ~."

Bisherige Nennung

Bisherige Deutungen

Ospelt 1911, 104: Steinbös, der - [im ̜st̠¡b̍œs].

Frick 1955, 82: Steinbös. Mhd. Steinboz 'Steinbruch' (mhd. b̠oz). Zwar fehlt hier der anstehende Fels, dagegen wurden früher Kiesgruben ausgebeutet.

Volkstümliches

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Deutung

Zu mhd. *steinboz n./m. 'Steinbruch'. Die mundartliche Aussprache zeigt volksetymologische Umdeutung des heute unbekannten Appellativs mhd. boz n./m. 'Schlag, Stoss' (erhalten etwa noch in Amboss m.) zum Adjektiv böse.