Orts- und Flurnamen

Ortsnamen von Mauren

Schele(Mauren) 487 m;, 758,83 - 231,13, 5-G

Beschreibung

Mulde auf dem Hügel Jodaböchel beim südwestlichen Dorfeingang.

Historische Belege

1667 Scheilli (AS 2/2; fol. 35br, Z 14-15): "... ain stoúg gúoth Ein der Gerr langen ge legen stost ... gegen den Rein an den weingert ge nandt der ~ Mer ain wein gardten Ein dem ~ ge legen ..."

1700* schilli (LUB I/4; S. 526): "neben vilen andern güetheren ahn weingarthen der ~ genant"

1725 Schill Weingarten (AS 2/5; fol. 97r, Z 18): "Ein Stückle Weingarten in ~ ..."

1736 Scheileweingarten (AS 2/22; fol. I 20v, 4. Sp. Z 5): "1 Acker am Thiergarten aúfm Weile [stosst] ... Bergwärts [an die] Gaß und [den] ~."

1736 Scheili Weingahrten (AS 2/7; fol. 100v, Z 15): "... einen Acker am dirr Gahrten aúf Weierle stost ... gegen Berg an die Gaß únd an den ~ ..."

1770 Schilli Weingarth (PfAM 43/14; fol. 1v, Z 1): "... ein Stuckh Weingärthen in dem ~, stoßt ... gegen Rhein an die Gass ..."

1778 Schille (AS 2/21; fol. I 15v, 4. Sp. Z 16): "1 Weingarten im ~."

1780 Schiehle (RA 44-12; fol. 3v, Z 6): "Ein Stúck Weingarten im ~ zú Maúren."

1807 Schill̮y (AS 2/21; fol. II 96v, 4. Sp. Z 10): "1 Stuck Weingarten im aússern ~ [stosst] ... Rheinwärts [an die] Feldgaß ..."

Bisherige Nennung

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Volkstümliches

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Deutung

Elliptische Form, enthaltend den in Mauren sicher bezeugten Familiennamen Schili. Als Grundwort kann wohl Wingert m. angesetzt werden: Schili entstand offenbar aus *des Schilis Wingert 'Weinberg einer Person oder Familie namens Schili'. Der heutige Gebrauch des Namens als Neutrum («das Schili») ist offenkundig jung (in den Belegen heisst es noch mehrfach "Weingarten der Schili genannt").