Orts- und Flurnamen

Ortsnamen von Mauren

Kiebers Bünt(Mauren) 540 m;, 759,27 - 232,45, 6-F

Beschreibung

Wiesen und Häuser im flacheren Gelände über dem Hang oberhalb der Kirche, westlich des Obera Berg und südlich des Vogelsang.

Historische Belege

1693 Kibers Bint (AS 2/1; fol. 131r, Z 11): "... stúkh hew gúeth, aúf berg in ~ gelegen ..."

1699 Johannes Kübers pündt (U 78; fol. 1a): "... vnseres aigenes Stuckh gueth auf berg, ahn Michl gstöll vnd die gassen, In der sogenanten ~ gelegen, gegen Feldtkhirchen an Matheuss Maÿr vnd den schlaissweeg gegen berg ahn michl gstöll vnd die gassen, gegen schan ahn michl gstöll erstgemellt, vnd gegen Rhein an schlaissweeg, vndt matheuss Maÿrs gueth ..."

1757 Kibers Bünt (AS 2/8; fol. 81r, Z 9): "... Heügút in des ~, gegen Schan, gegen Rhein und gegen Berg an die Gasß ... stosßend ..."

1762 Kübers Bünndt (AS 2/8; fol. 186v, Z 7): "ein Stückhle faißt Heügúth in der oberen ~, stoßt ... abwerts únd gegen berg an die Gasß."

1771 Kiebersbündt (AS 2/21; fol. I 48v, 4. Sp. Z 2-3): "1 Heúgút aúf Berg des ~ [stosst] ... Abwärts [und] Rheinwärts [an die] Gaß ..."

1788 Kiefersbündt (AS 2/21; fol. I 25v, 4. Sp. Z 6): "1 Feistheúgút aúf Berg ins ~."

1802 Kibers Bündten (GAE II/147; fol. 1r, Z 12-13): "Dann kommt zwischen dem Berggt nd ~ ein Gater, welchen gesagtes Berggt ... z nterhalten haben."

Bisherige Nennung

Bisherige Deutungen

Ospelt 1911, 61: Kieberbünt [s ̅k̠‹b¼rs p̊unt]. Kieber ist Familienname in Mauren und Schellenberg.

Ospelt 1920, 73: Kieberbünt [s ̅k̠‹b¼rs pünt].

Volkstümliches

-

Deutung

'Eingezäunte (Haus-)Wiese einer Person oder Familie namens Kieber'. Vielleicht sogar 'Bünt des Johannes Kieber', falls der Beleg 1699 Johannes Kübers pündt den (seltenen) Hinweis auf die Person liefern sollte, welcher die Flur ihren Namen verdankt (im Erstbeleg von 1693 ist freilich wieder nicht die Rede von Johannes). Da die Familien Kieber in Mauren nicht so weit in die Vergangenheit zurück verfolgt werden konnten, ist besagter Johannes Kieber genealogisch nicht fassbar (siehe dazu Tschugmell/Marxer 1978, 68ff.).