Orts- und Flurnamen

Ortsnamen von Mauren

Guler(Mauren) 500 m;, 760,0 - 232,5, 6/7-F

Beschreibung

Wiesen, Häuser und Strasse mit steilem bewaldetem Abhang nördlich über dem Dorf, südlich von Morgagab, Oksner und Krummenacker, nördlich der Hala, an der Grenze zu Feldkirch (Tisis). Örtlich identisch mit †Undera Oksner.

Historische Belege

1665 G̀uler (AS 2/2; fol. 19v, Z 7): "... äckher sambt dem Stall aúf dem ~ die khrúmen Äkher genant ..."

1698* Golan (LUB I/4; S. 476): "ackher aúff ~ jetz im vndren oxener genant"

1698* Golan (LUB I/4; S. 481): "ackher aúff ~, jeczt im obern oxener"

1698* G̀ulan (LUB I/4; S. 492): "Ain ackher auf ~"

1700* g̀uler (LUB I/4; S. 476): "aufm Golan, ietzt ~, in dem vnteren oxner"

1700* Golan (LUB I/4; S. 481): "~, ietzt Gúler genant, im vndteren oxner..."

1700* G̀uler (LUB I/4; S. 481): "Golan, ietzt ~ genant, im vndteren oxner ..."

1700* G̀uler (LUB I/4; S. 492): "Golan, ietzt ~"

1724 G̀uler (AS 2/20; fol. I 2v, 4. Sp. Z 7): "... 1 Weingarten zú Maúren im ~"

1734 G̀uller (AS 2/7; fol. 59v, Z 17): "... ein Weingarth Bett im ~ ..."

1738 G̀uler (AS 2/7; fol. 218v, Z 23): "... ihr aigen stúckh Wein Gartten an der Werder Halden der ~ genant ..."

1771 Golen (AS 2/20; fol. I 35v, 4. Sp. Z 2): "... 1 Acker aúfm ~"

1784 Gòuller (AS 2/14; F 94r, Z 23): "Ein Weingarthen in ~ oder Abbarts Weingerthen gelegen ..."

1786 G̀uler (AS 2/21; fol. I 37v, 4. Sp. Z 2): "1 Baúmgarten im ~ [stosst] Aúfwärts [an die] Unterhalden ..."

1797 Golen (AS 2/21; fol II 65v, 4. Sp. Z 3): "1 Stuck Acker aúf ~."

1861 Gauler (PfAM UJ 1665; fol. 36v, Z 9): "... ein Weingut im ~"

Bisherige Nennung

Bisherige Deutungen

Ospelt 1911, 49: Guler, Gauler, im, auf dem - [im gul¼r].

Frick 1953, 44: Guler. Sicher zu alem. gol 'grobes Geröll', welches früher weiter verbreitet war als heute.

LUB I/4, 476: Guler. Rom. gula, gola 'Kehle, Schlund'.

Volkstümliches

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Deutung

Deutsche maskuline Ableitung auf -er (typisch für Weinbergnamen!) zum älteren Gebietsnamen *Gula, dieses zu rtr. gula f., toponymisch 'Tobel, Schlucht'; *Gula bezeichnete das kleine Tobel (siehe unten Töbele1!), welches - heute ausgeebnet - früher den Oberlauf des Gulerbachs bildete. Guler ist elliptisch gebildet aus *Gulerwingert: 'Weinberg im Gebiet *Gula'.