Orts- und Flurnamen

Ortsnamen von Mauren

Biwäle(Mauren) 530 m;, 761,00 - 230,72, 7/8-H

Beschreibung

Laubwald am Maurerberg, im Rüttiwald unter der Maurerbergstrasse.

Historische Belege

Kein Eintrag vorhanden

Bisherige Nennung

-

Volkstümliches

-

Deutung

Im zweiten Namenteil, -wäle, scheint unbezweifelbar das mundartliche Diminutiv zu dt. Wald vorzuliegen. Wir finden Biwald auch in Isenthal (Uri); nach URNB 3, 826 mit folgenden Ansätzen (die hier mit Blick auf unsere Verhältnisse mitbewertet werden):

a) URNB denkt an alem. b̠‹ 'bei' in Verbindung mit Substantiven (wie Bi-liger, Bi-gḫus, Bi-müli, Bi-wagen) in ortsbestimmendem Sinn (oft mit ungünstiger Nebenbedeutung; Id. 4, 900ff., bes. 901): hier also '«Neben»-, «Bei»-Wald'. Sachlich ist der Ansatz nicht verifizierbar; immerhin denkt ein Gewährsmann an eine Bedeutung 'beigegebenes Wäldchen' mit dem Sachhintergrund, dass zu den einstmals ausgeteilten Waldparzellen im Raum Eigna Wald dann und wann (bei ungleicher Unterteilung) Zusatzteile vergeben wurden. Sprachlich wäre freilich darauf hinzuweisen, dass unser Raum (zumindest in jüngerer Zeit) nicht /b̠‹/, sondern /b‰›/ (mit Hiatusdiphthongierung) hat.

b) Nicht abzuweisen ist auch aus unserer Sicht der Ansatz ahd. b̞‹ 'um, herum' (das gelegentlich zu b̠‹ gedehnt wurde): Biwald würde demnach (nach URNB loc. cit.) etwa bedeuten 'umwaldete Alp' («Bei-wald», also 'Wald um etwas herum'): zwar ist im Gebiet von Biwäle und Umgebung heute nichts als Wald; immerhin gibt es in der Nähe (Berger Ställe) flachere Stellen, die vielleicht einmal gerodet waren.

c) Zum Insektennamen B̠‹ f. 'Biene': hier kaum wahrscheinlich, da in unserem Raum dafür Imme f. bodenständig ist (vgl. auch Jutz 1, 351; Id. 4, 910).