Orts- und Flurnamen

Ortsnamen von Mauren

Böner(Mauren) 455 m;, 759,16 - 231,60, 6-G

Beschreibung

Hügelige Wiese am südlichen Dorfrand, zwischen Lacha und Sandgrueb.

Historische Belege

1688 Bönler (PfABe 31/5; fol. 2v, Z 15): "Hanß Thöni ... er habe nie nichts anderst gewúst, noch gehört, alß das der ackher der ~ genanth in die Pfarr Benderen gehörig, ..."

1688 Pöhnler (PfABe 31/4; fol. 1v, Z 18): "... nacher Benderen zechentparen akher der ~ genant, ..."

1698* benler (LUB I/4; S. 487): "Ain ackher genant der ~, ieczt ein pündt, stost an der frawen von St: Petters gúet"

1698* Behnler (LUB I/4; S. 532): "Ackher zúe Loderen aúfwerts an Tillehaldt, hinden an ~"

1700* Bähnler (LUB I/4; S. 492): "Fürstenlehens ackher, der ~ genant."

1759 Bönler (RA 44/I/26; fol. 1r, Z 19): "... ein stúkh Heu Gúeth in ~ genanth."

1766 Baümler (AS 2/9; fol. 3v, Z 7-8): "... ein Stúckh Heügúth in dem ~, stoßt ... gegen berg an Maúrer Brütschen ..."

1767 Bömler (AS 2/9; fol. 23r, Z 22): "... ein Stúckh Hampfland únd Heüwachs im ~ ..."

1767 Bömler (AS 2/21; fol. I 61v, 4. Sp. Z 5): "1 Heuwachs únd Hampfland im ~."

Bisherige Nennung

-

Volkstümliches

Volkstümliches

Das Gebiet heisst so, weil man hier bei Bauarbeiten Knochen, mda. Böner, gefunden hat.

Deutung

Ableitung zu dt. Bohne f. im Sinne von 'Bohnenpflanzung'. Formal sind zwei Möglichkeiten auseinanderzuhalten:

a) Der in den historischen Belegen erscheinende Typ Böhnler spricht für eine maskuline -er-Ableitung auf Böhnli bzw. für eine -ler-Ableitung auf Bohne (zu diesen Kollektivnamen vgl. Stricker 1974, 270, Abs. a). Aus diesem Böhnler erklärt sich die heutige Sprechvariante /b̏¡l¼r/ unmittelbar, nämlich durch denselben Nasalschwund wie etwa bei mda. /h̊u¼l“/, /h̏œl“/ 'Küken des Huhns' < */h̊u¼nl“/ (vgl. dazu Jutz 1, 1456).

b) Die Sprechform /b̏¡n¼r/ scheint (junge) Anlehnung an den kollektiven Ableitungstyp auf -ere( n) f. (mit derselben Bedeutung 'Bohnenacker') widerzuspiegeln: Kreuzung /b̏¡l¼r/ m. × /b̏¡n¼r¼/ f. > /b̏¡n¼r/ m.?